Leer

Ermittler glauben: Gerda Basse ist tot

Nikola Nording, Philipp Koenen und Katrin Haas
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Von Nikola Nording, Philipp Koenen und Katrin Haas
| 14.11.2016 18:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Die 66-jährige Gerda Basse aus Leer ist nach Angaben der Polizei vermutlich tot. Ein 55-jähriger Mann war am Sonnabend bereits festgenommen worden. Er streitet die Tötung ab, hat aber zugegeben, ihre Leiche in der Nähe der A 1 zwischen Bremen und Hamburg verscharrt zu haben.

Leer/Hamburg - Die vor zwei Wochen als vermisst gemeldete Millionärin Dr. Gerda Basse aus Leer ist höchstwahrscheinlich tot. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass die 66-Jährige einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist – obwohl die Leiche bis zum Montag noch nicht gefunden wurde.

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Archiv: Gerda Basse ist vermutlich tot
14.11.2016
Ein 55-jähriger Mann, der seit ein paar Wochen in ihrer Leeraner Villa zur Miete wohnte, ist dringend verdächtig, die Frau getötet zu haben. Er sitzt seit Sonnabend in Haft. „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir den richtigen Mann haben“, sagte der Leeraner Polizeichef Johannes Lind am Montag auf einer Pressekonferenz.

Blutspuren im Café gefunden

Die Ermittlungsbehörden glauben nachweisen zu können, dass der Beschuldigte Gerda Basse getötet hat. Anschließend soll er den Leichnam an einen unbekannten Ort gebracht haben, um die Straftat zu vertuschen. Der Verdächtige streite eine Tötung jedoch ab. In der Vernehmung habe er lediglich eingeräumt, dass er am 26. Oktober die Leiche im Jaguar von Gerda Basse transportiert habe. Auf der Fahrt von Leer nach Hamburg, wo die Frau ebenfalls eine Wohnung hatte, will er die Tote nahe der Autobahn A 1 am Waldrand versteckt haben.

Der Verdächtige stammt aus Bochum und soll eine Zeit lang auf der spanischen Insel Ibiza sowie in Emden gewohnt haben, bevor er im August nach Leer kam. Er war in Leer nicht gemeldet.

Die Ermittler gehen nicht davon aus, dass Gerda Basse noch lebt. Den vorliegenden Ergebnissen der Untersuchungen zufolge ist sie getötet worden. Darauf deuten unter anderem Blutspuren hin, die in einem Café in Bingum gefunden wurden, das der Galeristin gehörte. Polizei und Staatsanwaltschaft hoffen, dass sie die Tote noch finden. Der Leichnam könne auch im Kreis Leer versteckt worden sein.

Die Pressekonferenz wurde live bei Periscope (http://go.zgo.de/ekjdo) und Twitter (http://go.zgo.de/4obws) übertragen.

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